Napoleon-Schützen

Buchhausen-Oberdeggenbach e.V.

BERICHTE  UND BILDER DER
ORTSKERNERNEUERUNG BUCHHAUSEN

 

Dorferneuerungsplan wird eingereicht

Versammlung zum Dorferneuerungsprozess in Buchhausen

Buchhausen. (rb) Groß war auch diesmal wieder das Interesse quer durch alle Altersgruppen bei der Versammlung zum Dorferneuerungsprozess im Gasthaus Rohrmayer in Buchhausen. Nach der Vorstellung und Entwurfsfassung im Dezember wurde die nun festgeplottete Planung den Bürgern vorgestellt und von diesen einstimmig zur Einreichung befürwortet.

Bürgermeister Christian Kiendl konnte neben den Buchhausener Bürgerinnen und Bürgern auch seine beiden Stellvertreter begrüßen, eingeladen waren auch die Fraktionen im MGR aber die waren wohl durch „Wahlstress“ verhindert. Kiendl blickte eingangs zurück welche Schritte man seit der Wunschäußerung der Buchhausener beim Gespräch Bürgermeister vor Ort im Oktober 2012 nach einem attraktiven Ortskern mit einem Haus für die Vereine in Richtung Realisierung getan wurden. Mit der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm im Februar 2017 nahmen dann die Planungen Fahrt auf. Seit dem fanden viele Arbeitsgespräche und auch Termine vor Ort statt und eines sei dabei immer hervorragend gewesen – die Bürgerbeteiligung. „Es ist euer Dorf, da geht’s um eure Zukunft spielen auch Sachverstand vor Ort und Ortskenntnisse mit hinein“, so der Bürgermeister. Dank sagte er den Grundstückseigentümern die mit dem Verkauf dazu beitrugen, dass man überhaupt was bauen kann. Seit der Vergabe der ortsräumlichen Planung an die Firma „Landimpuls“ sei, sowohl mit den Bürgern wie auch mit den Planern, viel über die Entwürfe diskutiert worden um einen stichhaltigen Gesamtplan zur Ortskernerneuerung beim Amt für ländliche Entwicklung vorlegen zu können der dann ohne weitere große Änderungen genehmigungsfähig ist. Nächster Schritt sei es nun den 56 Seiten umfassenden Dorferneuerungsplan im Gemeinderat einzubringen um ihn dann an das Amt für ländliche Entwicklung weiter geben zu können. Man erwarte sich dabei, dass das das Konzept genehmigungsfähig ist und daraus wird man dann Einzelmaßnahmen entwickeln und an erster Stelle wird wohl der Bau des Dorfgemeinschaftshauses stehen. Nun muss man in Richtung Förderung und Finanzierung weiter denken um dann die Baugenehmigung einzureichen. Der Bau ist der feste Wille und so wird sich die Maßnahme auch im Haushalt und der Finanzplanung des Marktes in den nächsten vier Jahren wiederfinden. Bauamtsleiterin Nina Kellner stellte dann Änderungen zum ersten Plan für das Dorfgemeinschaftshaus, der bei der letzten Versammlung vorgestellt und abgesteckt wurde, vor. Nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz müssen die Ausmaße des Baukörpers kleiner werden, weil letztlich das Baudenkmal St. Ulrichskirche, das mit in die Planungen eingebunden ist, die Größenverhältnisse für Neubauten beeinflusst. So richtet sich die maximale Gebäudehöhe des Neubaus auch nach der Traufhöhe der Kirche. Dies ermöglicht dann im Bereich des mit angebauten Feuerwehrtrakts kein Satteldach, so wird man hier ein Flach- oder leicht schräges Dach bauen müssen. Auch die Nähe des Neubaus zur Kirche wurde moniert, deshalb wird das Gebäude nun etwas schmäler und rückt geringfügig von der Kirche weg. Die Bauamtsleiterin ging dann auch noch auf das Gesamtkonzept und langfristig Maßnahmen zur Dorfentwicklung ein.

Zum Ende der Versammlung kam Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz nach Buchhausen. Eigentlich hatte man ein Statement von ihm erwartet, seine Verspätung war dem Umstand geschuldet dass er eine falsche Zeitangabe zum Beginn der Versammlung notiert hatte. Er beruhigte die Versammlugsbesucher dahingehend dass es Probleme beim Plan mit der Förderung geben könnte. Das Amt habe den Entwicklungsprozess ja mit begleitet und gesehen dass da sauber gearbeitet wurde. Nach Prüfung wird es einen Förderbescheid geben und dann könne die Einleitung geschehen. Mit der Einleitung endet dann auch die lange Tätigkeit der Arbeitskreise und es endet auch die Möglichkeit zur Einreichung von Privatförderungen für Grundstücksbesitzer die in diesem Überplanungsgebiets ein Grundstück haben und mit Maßnahmen diese Ortserneuerung unterstützen wollen.

Der Platz vor der Kirche ist leer, die alten Gebäude entfernt, man darf gespannt sein wie lange die Genehmigungsphase dauert bis die ersten Bauschritte bewältigt werden.

Redaktion und Bild: Robert Beck, 03.03.2020

Pläne für Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt

 

 

Bürgerversammlung im Ortsteil Buchhausen

 

 

Buchhausen. (rb) Am vergangenen Donnerstagabend fand im Gasthaus Rohrmayer die Bürgerversammlung für den Ortsteil Buchhausen statt. Bürgermeister Christian Kiendl präsentierte dabei kein Bollwerk aus Zahlen zum Gemeindehaushalt, vielmehr pickte er einzelne Themen heraus die für die Bürger der Dörfer im Markt interessant sind. Vorgestellt wurde im Anschluss ein erster konkreter Plan wie das neue Dorfgemeinschaftshaus einmal aussehen wird.

 

 

Erfreut über den Besuch von 40 Bürgerinnen und Bürgern zeigte sich das Marktoberhaupt eingangs der Versammlung, zu der er auch seine beiden Stellvertreter und weitere sechs Marktgemeinderäte sowie Ortsprecher Reinhold Watter begrüßen konnte. Vor seinen Ausführungen stellte Kiendl heraus, dass in der Marktgemeinde getreu eines Politikerausspruchs „Herz und Verstand bilden eine Einheit“ Kommunalpolitik gemacht wird. Herz - mit der Liebe zur Heimat und Verstand - mit dem klaren Blick für das Machbare. Dieses Rezept funktioniere auch, denn das Ansehen des Marktes sei nicht nur in der weiten Bürgerschaft sondern auch darüber hinaus gewachsen. Entgegen anderer Städte und Gemeinden wo Ortszentren tot sind ist der Schierlinger Marktkern überaus vital. Die Stärkung des Ortskerns sei bundesweit zum Vorzeigeprojekt geworden. Schierling wachse weiter, die Einwohnerzahl stehe aktuell bei annähernd 8200 Bürgerinnen und Bürger. Buchhausen stehe derzeit relativ stabil bei 199 Bewohnern. Dem Wachstum müsse man gerecht werden ohne weiter groß Flächen zu versiegeln. Durch eine Orts-Innenentwicklung, eben auch mit Wohnbaumöglichkeiten, werden Flächen gespart, eine Wohnbauausweitung am Regensburger Weg ist angedacht, allerdings müsse hier eine neue Zufahrt erstellt werden weil die jetzigen Möglichkeiten nicht leistungsstark genug sind. Die Wohnbebauung in den Dörfern soll auch weiter ermöglicht werden und man hat einen staatlich geförderten Wohnungsbau für 18 Einheiten mitten in Schierling auf den Weg gebracht. Auch in Sachen Klimaschutz gehört der Markt Schierling zur Spitzengruppe, der ist hier schon seit zehn Jahren Thema, lange bevor junge Menschen dafür auf die Straße gingen. Derzeit werden auf Marktgebiet etwa 56 Prozent des Bedarfs erzeugt und in den letzten Jahren habe man durch Umrüstungen bei den öffentlichen Gebäuden eine Stromeinsparung von 40 Prozent erreicht. Beim Thema öffentlicher Personennahverkehr bleibe man am Ball, deshalb hält man weiter an der Bahnstrecke Eggmühl-Langquaid fest und wird diese einiger maßen in Schuss halten, „ob die Strecke im Nahverkehr wieder eine Rolle spielen wird ist nicht absehbar, aber wenn sie einmal ganz geschlossen ist, ist sie für immer weg“. In Sachen Bildung liege der Focus auf dem Erhalt der Mittelschule und der Sicherung der Rudolf Hell Schule in Eggmühl und man arbeite am Ausbau der Erwachsenenbildung. Mit der Marktbücherei habe man einen Ort für Bildung und Kultur im Ortskern und eine Außenstelle der VHs Regensburg biete bereits ein vielfältiges Angebot. Viel geschehen sei in den letzten Jahren in der Generationsarbeit, Kindergärten und -krippen wurden gebaut und der Kindergartenbeitrag für Eltern auf „Null“ gesenkt. Der Markt fördere auch weiterhin das Angebot „Jugendtreff“ sowie die Jugendarbeit in den Vereinen. Wirtschaftlich stehe der Markt wahrlich gut da in den letzten Jahren sind die Arbeitsplätze im Ort um über 1000 angestiegen, wobei nicht nur die Gewerbeansiedlungen dafür gesorgt hätten sondern auch bereits lang ansässige Firmen und die Breitbandversorgung in allen Orten des Marktes stehe kurz vor dem Abschluss. So auch in Buchhausen, dahingehend verwies der Bürgermeister auf die Informationstage die die Telekom vom 25. bis 27. November am Schierlinger Rathaus durchführt. Hier kann sich jeder Kunde erkundigen welche Geschwindigkeit für seinen Anschluss möglich ist und dies vor Ort auch buchen. Bauamtsleiterin Nina Kellner stellte nach einer kurzen Pause einen ersten konkreten Plan für das neue Dorfgemeinschaftshaus Buchhausen vor. Die Maße und Raumaufteilung dafür wurden aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse aus vorangegangen Ortsterminen im Rahmen des Dorferneuerungsprozesses sowie Sitzungen mit den Vereinsverantwortlichen gewonnen. Das Gebäude wird auf jeden Fall zweigeschossig, im Erdgeschoss sind für die Feuerwehr das Gerätehaus, Spindraum, Umkleide, Dusche und Werkstatt, sowie für die Schützen der Schießstand mit einer Ausdehnung von 13 Meter mal 12 Meter und ein Aufenthaltsraum mit Platz für etwa 30 Personen sowie ausreichend WC`s Ausschank und Kühlraum untergebracht. Im Obergeschoss entstehen Räume für Jugend, Verein der Hobbymusiker, Büro für Vereine, Umkleide für die Schützen, Unterbringung für Vereinsfahnen sowie Technik- und Abstellraum. Die Ausdehnungen des Baukörpers werden somit in der Länge etwa 32 Meter und in der Breite im Norden bei 13 Metern und im Süden bei 17 Metern liegen. Aufenthaltsraum und Schießstand werden durch eine bewegliche Wand getrennt sein damit man im Bedarfsfall für Feiern oder Versammlungen einen großen Saal schaffen kann. Der Eingang für die Feuerwehr liegt im Westen, hier entstehen auch Parkplätze für die Einsatzkräfte. Der Gebäudehaupteingang liegt im Osten wobei zwischen beiden Türen ein durchgängiger Flur entsteht von dem man in alle Haupträume gelangen kann. Insgesamt zeigten sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger mit diesem Entwurf zufrieden. Nach Worten der Bauamtsleiterin können in der endgültigen Feinplanung der Räumlichkeiten noch Änderungen was die Bemessung und Anordnung betrifft eingebracht werden. Zum aktuellen Sachstand was die weitere Vorgehensweise der Dorferneuerung betrifft sagte sie, dass die Abbrucharbeiten für die auf dem Grundstück noch stehenden Gebäude vergeben sind und diese in diesem Jahr noch abgeschlossen werden sollen.

 Die Tage des „Fischer-Hauses“ sind gezählt. Hier wird das neue Dorfgemeinschaftshaus gebaut.

 Redaktion  und Bild: Robert Beck, 14.11.2019


Es  kommt wohl nur ein zweigeschossiges Gebäude in Frage

Ortsbegehung  zum Dorferneuerungsprozess


Buchhausen  (rb) Dass die Buchhausener hinter dem angestoßenen Prozess der Dorferneuerung  stehen zeigte die Teilnahme von 40 Bürgerinnen und Bürgern, darunter  auch viele Jugendliche, bei der Ortsbegehung in der vergangenen Woche. Dabei wurden  die gewonnen Erkenntnisse aus der Arbeitskreissitzung vom April sowie dem abgefragten  Platzbedarf der Ortsvereine im neu entstehenden Dorfgemeinschaftshaus anhand erster  grober Pläne vor Ort sichtbar gemacht. Bürgermeister Christian  Kiendl freute sich, dass auch zu diesem Treffen so viele Bewohner gekommen waren  und wertete dies als „anhaltendes hohes Interesse an der Dorferneuerung“.  Nach der Arbeitskreissitzung wo man sich angeschaut hatte wie die Funktionen der  Zukunft am neu entstehenden Dorfplatz, für den 7.500 Quadratmeter Gemeindegrund  zur Verfügung stehen, brauche das Amt für ländliche Entwicklung  natürlich einen Gesamtplan. Da man sich aber über bestimmte Nutzungen  noch nicht so ganz im Klaren ist und man auch den großen Druck dahingehend  noch nicht spüre, seien Dinge wie Bolzplatz auch nicht so dringlich. Was  allerdings überall heraus zu hören sei ist wohl das Vorrangigste das  Dorfgemeinschaftshaus beziehungsweise die Ortsmitte die für die Vereine und  das gesellschaftliche Leben ganz wichtig sind. Das Ziel dieses Treffens müsse  deshalb eine Priorisierung sein wie das neue Haus auszusehen habe. Bedauerliche  Weise konnte man das Vorhaben die alten Gebäude bis zu diesem Ortstermin  abzureißen, aus unterschiedlichen Gründen nicht realisieren, dies hätte  eine räumliche Darstellung von Ausmaßen natürlich erleichtert.  Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz  betonte dass diese in Augenscheinnahme vor Ort ein „Termin der Bürger“  ist, denn alles was aus den Reihen des Dorfes kommt, wird wichtig für die  Zukunft des Ortes. Alles was einem unter den Nägeln brenne solle auch angemahnt  und vorgebracht werden um dies festzuhalten. Was später förderfähig  und umsetzungsfähig ist bleibe abzuwarten. Trotzdem müssten Ideen und  Wünsche gefiltert werden um auf dieser Basis weiter planen zu können.  Anne Wendel vom Büro Landimpuls erinnerte daran dass man sich beim letzten  Treffen geeinigt hatte dass die Feuerwehr mit Gerätschaften ins neue Dorfgemeinschaftshaus  umsiedeln und das alte Gerätehaus zu Gunsten von Renaturierungsmaßnahmen  am Deggenbach abgerissen werden soll. Weiter habe eine Nachfrage beim zuständigen  Energieversorger ergeben dass ein kompletter Rückbau des Trafohauses bei  der Brücke am Deggenbach eher unwahrscheinlich ist, es sei denn man biete  einen Alternativstandplatz an. Anhand einer Skizze verdeutlichte sie die Ausmaße  die das neue Gemeinschaftshaus haben wird, die Größe habe man aufgrund  des Platzbedarfs der Ortsvereine ermittelt. So müsse bei einem eingeschossigen  Bau ein Haus von 12 Meter mal 37 Meter entstehen um dem Gerecht zu werden. Bei  einem zweigeschossigen Haus würden sich die Maße auf 12 Meter mal 21  Meter belaufen. Um dies zu verdeutlichen wurde ein Maßband ausgelegt um  sich die Bemessungen vor Augen führen zu können. Schnell war man sich  einig dass wohl nur der zweigeschossige Bau in Frage käme. Diskussionen entbrannten  wo dann die Ausfahrt für die Feuerwehr sein soll, dabei kamen auch viele  Vorschläge besonders in Richtung das Haus weiter weg von der Dorfstraße  zu verschieben. Dieses „Wunschkonzert“ beendete aber bald Architekt  Rudolf Meißner, der mit dem Büro Landimpuls zusammenarbeitet. Er machte  klar dass baurechtliche und förderungswürdige Grundbedingungen eingehalten  werden müssen um einen solchen Prozess überhaupt zu starten. Er mahnte  auch an das letztlich bei dieser Dorferneuerung nicht nur ein Haus, sondern ein  gesamter Dorfplatz neu gestaltet werden soll. Angefragt wurde auch die Möglich  einen Dorfladen zu integrieren. Als Dauereinrichtung sah Baudirektor Werner Bachseitz  diesen Ansatz als eher „illusorisch“ an, eine Stundenweise Öffnungszeit  für Anbieter lokaler Produkte hingegen wäre wohl realisierbar. Allerdings  brauche es da jemanden der das dann auch in die Hand nimmt. Zum Ende der Veranstaltung  dankte Bürgermeister Christian Kiendl den Teilnehmern für die zahlreiche  Teilnahme und offene Diskussion. Nächster Schritt müsse nun sein die  alten Gebäude abzureißen, die Ausschreibung laufe, ein Zeitfenster  zu benennen sei allerdings nicht möglich.
Das  Interesse der Buchhausener Bürger war auch beim „vor Ort Termin“  zur Dorferneuerung sehr hoch

Redaktion  und Bild: Robert Beck, 05.07.2019

Erste  Arbeitskreissitzung zum Dorferneuerungsprozess

Buchhausen  (rb). In der ersten Arbeitskreissitzung zum Dorferneuerungsprozess Buchhausen  stellte Dipl.-Ing. Anne Wendel vom Büro Landimpuls erste Entwürfe vor,  wie denn der neue Dorfplatz mit Dorfgemeinschaftshaus in Buchhausen einmal aussehen  könnte. Im Laufe der Vorstellungen, kamen auch Ideen und Anregungen  von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern wie man was wohin verschieben  könne. Einig waren sich die Buchhausener in dem Punkt das Feuerwehrgerätehaus  mit in das neue Dorfgemeinschaftshaus zu integrieren und das alte Feuerwehrdomizil  zu Gunsten von Retentionsmaßnahmen am Deggenbach abzureißen.
Bürgermeister  Christian Kiendl freute sich, dass so viele Buchhausener Bürgerinnen und  Bürger aus allen Altersgruppen zu dieser Versammlung gekommen waren, auch  die Gäste vom Amt für ländliche Entwicklung und vom Büro Landimpuls  zeigten sich positiv überrascht vom starken Interesse der Dorfgemeinschaft.  Der Bürgermeister stellte eingangs klar dass die Gemeinde nichts vorgeben  wird was umgesetzt werden soll, die Dorferneuerung sei eine Bürgerbeteiligung,  also sage der Bürger was verwirklicht werden soll. An diesem Abend gehe es  darum alles dies was man beim ersten Treffen an Ideen entwickelt hat und nun in  erste Entwürfe gepackt wurde, in konkretere, weiterführende Ideen zu  kleiden. Anzupacken ist die Neuordnung der öffentlichen Flächen in der  Ortsmitte da geht es nicht nur ums Dorfgemeinschaftshaus und dass man dies nicht  in Kürze erreichen kann verstehe sich von alleine. Mit dem Flächenankauf  von 7.500 Quadratmetern gäbe es die Möglichkeit einen Dorfmittelpunkt  noch stärker zu akzentuieren. Dies sei hier möglich und ein anderes  Kaliber als nur irgendwo ein neues Haus hinzustellen. Damit ging er auf Anspielungen  ein die in Bezug auf ein Dorfhaus in Allersdorf kursieren. Dort sei die Situation  eine ganz andere, hier müsse schnell gehandelt werden weil das Dorfwirtshaus  überraschend geschlossen wurde. Die beiden Maßnahmen seien in keinster  Weise vergleichbar. Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für ländliche  Entwicklung Oberpfalz zeigte anhand der neuen Dorferneuerungsrichtlinien auf,  für welche Maßnahmen der Staat im Rahmen einer solchen einfachen Dorferneuerung  bezuschusst, weiter verwies er darauf dass auch Privatleute unter bestimmten Voraussetzungen  von der Dorferneuerung für Umgestaltungsmaßnahmen Zuschüsse erhalten  können. Anne Wendel vom Büro Landimpuls stellte zwei ausgearbeitete  Varianten, wie denn die Gestaltung aussehen könnte, vor. Feste Punkte waren  dabei wo das Dorfgemeinschaftshaus stehen soll und dass am Deggenbach Renaturierungsmaßnahmen  durchgeführt werden. Ihre Planungen erstellte sie aufgrund der Erkenntnisse  aus der Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung in der die Bürgerinnen und  Bürger ihre Vorstellungen einbrachten. Nach den Plänen soll sich der  neue Dorfplatz in einem Halbkreis um die Kirchenanlage legen, das Dorfgemeinschaftshaus  entsteht auf dem Platz des ehemaligen Fischer-Hauses. Bei Variante 1 sollen Spiel-  und Bolzplatz in den nördlichen Bereich hinter das Dorfgemeinschaftshaus  verschoben und Maibaumplatz sowie Kriegerdenkmal in Richtung Deggenbach verlegt  werden. Hier könne man sich auch einen Platz „am Wasser“, der im  Winter zur Eisstockbahn wird, vorstellen. Das alte Feuerwehrhaus könnte abgerissen  und der Bach dadurch verbreitert werden. Die Variante 2 sieht vor dass das alte  Gerätehaus erhalten bleiben und als Lager von den Vereinen verwendet werden  soll, der Spielplatz bleibt und nur der Bolzplatz hinter das Dorfgemeinschaftshaus  verlegt wird. Der Bolzplatz muss verlegt werden da die jetzige Fläche von  der Gemeinde nur gepachtet ist und der Besitzer Pläne für Wohnbebauung  verfolgt. Hier kamen Befürchtungen auf, insbesondere von der Dorfjugend,  dass der neue Bolzplatz zu klein werden würde. Ein Areal in Größe  eines Fußballkleinfeldes hätte man schon gerne. Deshalb kam die Anregung  dass die Gemeinde für diese Maßnahme noch eine Wiese hinter der Kirchenanlage  ankauft. Weitere Anregungen waren auf dem Gemeindegrundstück, das an die  B15 grenzt, keine Wohnbebauung zu machen sondern zurückgesetzte Parkplätze  und den Haupteingang zur Kirchenanlage dahingehend zu versetzen.
Das  Interesse der Dorfbevölkerung war auch bei der zweiten Veranstaltung zur  Dorferneuerung groß

Redaktion  und Bild: Robert Beck, 18.04.2019

 

Bürger  haben viele Ideen für ihr Dorf

 

 

Dorferneuerung: Gemeinschaftshaus und ein zentraler Platz als Dorfmittelpunkt

 

 

Buchhausen  (rb). Die Bürgerinnen und Bürger von Buchhausen haben viele Ideen  mit denen ein Dorfgemeinschafshaus und ein zentraler Dorfplatz geschaffen werden  könnte. Dies wurde bei der Auftaktveranstaltung zur „einfachen Dorferneuerung“  im Gasthaus Rohrmayer deutlich. Baurat Alexander Lukas vom Amt für ländliche  Entwicklung Oberpfalz und Dipl.-Ing. Anne Wendel vom Büro Landimpuls, Gesellschaft  für regionale Entwicklung mbH, zeigten dabei Möglichkeiten für  die Förderung und Umsetzung des Projekts auf.
Bürgermeister  Christian Kiendl freute sich, dass so viele Buchhausener Bürgerinnen und  Bürger aus allen Altersgruppen zu dieser Versammlung gekommen waren. Er wertet  dies als Zeichen das in allen Generationen ein echtes Interesse am eigenen Dorf  besteht. Der Bürgermeister stellte fest, dass ein wichtiger Punkt im gesamtörtlichen  Entwicklungskonzept des Marktes die Aufwertung der Gemeindeteile sei. Nicht zuletzt  deshalb habe er die Aktion „Bürgermeister vor Ort“ ins Leben gerufen.  Bei dieser Zusammenkunft vor Jahren in Buchhausen sei es der klare Wunsch der  Bürger gewesen, ein Dorfgemeinschaftshaus in einer zentralen Lage wo man  auch einen Dorfplatz mitgestalten kann, zu bekommen. Jetzt sei man am „Arbeitsprogramm  2“ angekommen und nun gelte es gemeinsam die Ortsteilentwicklung umzusetzen.  Wie dies letztlich ausschauen soll ist nun die Aufgabe der Bürgerinnen und  Bürger von Buchhausen. Baurat Alexander Lukas nannte als Philosophie der  Dorferneuerung, dass immer die Menschen im Zentrum aller Planungsüberlegungen  stehen. Er stellte heraus dass es im Prozess nur ein Miteinander von Bürgern,  Marktrat und Trägern öffentlicher Belange gibt. Er zeigte auf für  welche Maßnahmen der Staat im Rahmen einer solchen einfachen Dorferneuerung  bezuschusst, weiter verwies er darauf dass auch Privatleute unter bestimmten Voraussetzungen  von der Dorferneuerung für Umgestaltungsmaßnahmen Zuschüsse erhalten  können. Anne Wendel vom Büro Landimpuls stellte anfangs heraus, dass  Entwicklungsrichtungen bei solch einem Prozess nicht durch ein Konzept verändert  werden, sondern durch die hier lebenden Menschen. Aufgrund der Altersstruktur,  der bei dieser Auftaktversammlung anwesenden Bürger, sah sie eine sehr gute  Basis für einen erfolgreichen Prozess in Buchhausen. In ihrem Vortag zeigte  sie sowohl eine Bestandsanalyse der Ortschaft, um deren Charaktere zu erkennen  und auch Stärken und Schwächen aufzuzeigen, wie auch die Flächen  die sich im Gemeindebesitz befinden und bei denen es nun um die gemeinsame Umgestaltung  geht. Zu einer ersten echten Interessenfeststellung wurden dann Tischgruppen gebildet  die herausarbeiten sollten, was denn wünschenswert sei. Dieser „Workshop“  zeigte schon mal, dass es unter den Arbeitsgruppen viele Überschneidungen  gab. Der neue Dorfplatz soll ein echter Treff für die Generationen werden,  auch um eine „Werteübergabe“ stattfinden zu lassen, was in der  heutigen schnelllebigen Zeit nicht mehr gegeben sei. Das Dorfgemeinschaftshaus  muss Platz für Versammlungen haben und den Vereinen Platz bieten, dazu gehören  ein Schießsand und auch ein neuer Stellplatz für das Feuerwehrauto.  Im Gegenzug könnte man das bestehende Gerätehaus zu einem Lagergebäude  umfunktionieren. Das Dorfgemeinschaftshaus sollte aber nicht der große Mittelpunkt  sein, diesen Zweck solle eben der Dorfplatz erfüllen. Dazu kamen Vorschläge  zur Grundstücksregulierung was die Kirchenanlage betrifft, Verlegung des  Kriegerdenkmals und des Maibaumplatzes, Einbindung einer öffentlichen Toilette  und auch die Umgestaltung des angrenzenden Spiel- und Bolzplatzes. Die Dorfjugend  wünscht sich dahingehend eine Aufwertung mit einem Volleyballfeld, der Sprecher  warf auch ein dass das Dorfzentrum für viele „jenseits der B 15“  liege und zu überlegen sei ob nicht doch endlich ein Fußgängerüberweg  hier installiert wird. Weitere Vorschläge waren Wasserrückhaltemaßnahmen  für den Deggenbach, Zusammenlegung der beiden Bushaltestellen, Wiederaktivierung  der Eisstockbahn und Einbeziehung Radweg nach Oberdeggenbach/Eggmühl. Zum  Abschluss der Versammlung wurde dann ein möglicher Zeitplan für weitere  Schritte festgelegt. Anfang nächsten Jahres sollen Arbeitsgruppen Feinheiten  ausarbeiten und im Frühjahr eine Ortsbegehung dazu stattfinden. Im Herbst  soll dann der Dorferneuerungsplan stehen um 2020 den Bauprozess einleiten zu können.

 

 

Das  Interesse der Dorfbevölkerung war bei der Auftaktversammlung groß

 

 

Arbeitsgruppen, auch die Jugend, zeigten auf was man sich bei der Verwirklichung vorstellt

 

 

Redaktion  und Bild: Robert Beck, 22.11.2018