Napoleon-Schützen

Buchhausen-Oberdeggenbach e.V.

Oberdeggenbach gewinnt Mensch ärgere dich nicht Vergleich

Buchhausen/Oberdeggenbach (rb) Ein gutes Miteinander ist den Dörfern Buchhausen und Oberdeggenbach schon immer ein wichtiges Anliegen. Nicht nur weil im Namen des Schützenvereins beide Ortsnamen enthalten sind und die Feuerwehren sich gegenseitig bei großen Jubiläen Pate standen. In loser Folge stehen sich Jugend und Junggebliebene auf dem Fußballfeld gegenüber und zwei Mal maßen sich alle Altersklassen im Vergleichswatten. Heuer traf man sich erstmals zu einem „Mensch ärger dich nicht“ Turnier welches besonders bei den ganz jungen Einwohnern gut ankam.

Jeweils 20 Spieler/innen aus jedem Dorf traten an, um die Sieger zu ermitteln, gewertet wurde nach einem Punktesystem wobei alle ins Ziel gebrachten Kegel berücksichtigt wurden. Die Initiatoren aus beiden Dörfern Markus Rohrmayer und Quirin Treintl zeigten sich überaus erfreut dass man so viele Spieler gewinnen konnte die sich in diesem Wettstreit messen wollten. Da wurde es richtig eng in der Gaststube des Gasthauses Rohrmayer. Gespielt wurden zwei Runden und nach der Bekanntgabe der Spielregeln und Auslosung der Spielplätze, wobei immer zwei Spieler(innen an ein Spielbrett gesetzt wurden, rollten gegen 16.45 Uhr erstmals die Würfel. Es herrschte eine überaus ausgelassene Stimmung, ab und an wurde es auch mal emotional, besonders dann wenn einem der Kegel kurz vorm Ziel „geworfen“ wurde. Knapp dreieinhalb Stunden wurde gespielt und nach dem ersten Durchgang lag Oberdeggenbach mit 59:44 Punkten klar in Führung. In Runde zwei gingen zwar die Buchhausener mit 55:53 Punkten als Sieger von den Spielbrettern. Dieser Teilerfolg reichte aber nicht zum Aufholen und so ging der Sieg mit 112:99 Punkten nach Oberdeggenbach. In der Einzelwertung erreichten mit Hanna Winter, Ursula Treintl, Daniel Sporer (alle Oberdeggenbach) und Simon Angerbauer (Buchhausen) vier Spieler/innen die volle Punktzahl. In der Rangliste folgten mit Christine Maier und Anne Forster zwei Buchhauserinnen mit sieben Punkten. Für die Sieger gab es kleine Preise und für alle teilnehmenden Kinder eine „süße Überraschung“. Der Spaßfaktor war ebenfalls sehr hoch bei diesem Turnier, deshalb hat man gleich eine Revanche im nächsten Jahr, dann in Oberdeggenbach, ins Auge gefasst.

Die vier Punktbesten Spieler/innen sowie die teilnehmenden Kinder mit den Initiatoren Quirin Treintl (hi. Reihe li.) und Markus Rohrmayer (hi. Reihe re.)

Redaktion  und Bild: Robert Beck, 29.02.2020

Napoleon-Schützen blickten auf ereignisreiches Jahr zurück

Sportliche Erfolge stagnieren – Vereinsbeitrag angepasst

Buchhausen-Oberdeggenbach. (rb) Bei der Jahreshauptversammlung der Napoleon-Schützen Buchhausen-Oberdeggenbach genehmigte die Versammlung die vom Vorstand vorgeschlagene Mitgliedbeitragserhöhung. Diese ist nicht unbedingt aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage nötig, sondern weil man für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Fördergelder abrufen will. Sportlich stagnieren die Erfolge, aber gesellschaftlich zeigt sich immer wieder wie wichtig der Verein für das Dorfleben und den Zusammenhalt ist.

Entgegen früherer Jahre war die Jahreshauptversammlung der Napoleon-Schützen Buchhausen - Oberdeggenbach mau besucht, dennoch zeigte sich Schützenmeister Karlheinz Beck zufrieden dass trotz der Faschingszeit noch so viele der Einladung zur Versammlung gefolgt waren. Nach dem Totengedenken und der Verlesung der Niederschrift der letzten Hauptversammlung lies der Schützenmeister in seinem Rechenschaftsbericht das Jahr nochmals Revue passieren. Die Vorstandschaft tagte fünf Mal zur Lenkung der Vereinsgeschicke und gratulierte zehn Mitgliedern zu runden Geburtstagen. Bei verschiedenen kirchlichen Festen waren die Napoleon-Schützen mit Abordnungen präsent und man besuchte Feste anderer Vereine, bei zwei Gründungsfesten wurde der Verein stark präsentiert. Weiter berichtete er über Teilnahmen am Benefizlauf des SV Eggmühl sowie an einem Pokalschießen, der Marktmeisterschaft im Kleinkaliberschießen und Landkreismeisterschaft. Zudem habe man mit Strohschießen, Maibaumaufstellen, Kellerfest, Wallachturnier, Königsschießen, Christbaumversteigerung und Jahresabschlußfeier den Mitgliedern gesellschaftlich wieder einiges bieten können. In seiner Vorschau auf 2020 verwies er auf die Termine der traditionellen Vereinsveranstaltungen die selbstverständlich wieder auf die Beine gestellt werden. In naher Zukunft stehen dabei ein Vergleich im „Mensch ärgere dich nicht“ zwischen den beiden Vereinsdörfern Buchhausen und Oberdeggenbach am 29. Februar, eine Brauereibesichtigung in Pfaffenberg am 21. März sowie die Beteiligung am Preisschießen bei den Fasanen-Schützen in Ettenkofen am 1. April auf dem Terminplan. Sportleiter Josef Rohrmayer gab einen umfangreichen Bericht zum Sportjahr 2018/2019. Eingangs beleuchtete er die Mannschaften im Rundenwettkampf, dabei stellte er auch die Platzierungen der Einzelschützen vor. Die erste LG- Mannschaft war dabei das erfolgreichste Team. Nach ihrem Abstieg in die Gauliga schaffte sie den sofortigen Wiederaufstieg und Markus Rohrmayer belegte den ersten Platz in der Liga-Einzelwertung mit einer Durchschnittsringzahl von 382,9. Die zweite und dritte Mannschaft konnten ihre Ligen halten. Die erste Luftpistolenmannschaft konnte als Tabellenfünfter gerade noch so den Abstieg aus der Gauoberliga vermeiden und die Zweite schaffte den Vizemeistertitel in der A-Klasse 1. Im Gaupokal konnte man nach langer Zeit wieder einmal bis ins Halbfinale vorstoßen, hier unterlag man dann gegen die Römerschützen Münster. Überschaubare Erfolge konnten die Napolianer bei den Gaumeisterschaften und darüber hinaus verbuchen. Lediglich vier Gaumeistertitel, drei Vizetitel und drei Bronzemedaillen stehen hier zu Buche. Die Qualifikation zur niederbayerischen Meisterschaft schafften drei Schützen in zwei Disziplinen wobei Plätze im vorderen Drittel belegt wurden. Über die finanzielle Situation des Vereins berichtete Schatzmeister Lukas Wellschmied, er stellte Einnahmen du Ausgaben detailliert gegenüber und vermeldete ein positives Haushaltsjahr mit sattem Zugewinn, was vor allem an den guten Erlösen von Kellerfest und Christbaumversteigerung lag. Der Sprecher der Kassenprüfung bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin die Versammlung einstimmig die Entlastung erteilte. Auf der Tagesordnung stand eine Abstimmung über die Anhebung des Vereinsbeitrags. Zweiter Schützenmeister Markus Rohrmayer klärte dazu auf warum man diesen Schritt gehen will obwohl man wirtschaftlich seit Jahren gut dastehe. Hintergrund sei letztlich die Abrufung von Fördergeldern für Vereinsinvestitionen und eine solche stehe mit dem Bau eines Schießstandes im geplanten Dorfgemeinschaftshaus für die Napoleon-Schützen an. Die Förderrichtlinien sehen dabei eine zumutbare Belastung für Vereine in Form von Mitgliedsbeiträgen und wenn diese zu niedrig liegen, bleiben auch die Fördergelder aus. Letztlich genehmigte die Versammlung in der Abstimmung mit einer Gegenstimme eine Erhöhung um 25 Prozent. Damit liegt der Beitrag aber immer noch weit unter dem anderer Vereine.

Im Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge wurde moniert dass es derzeit im Dorf nicht so richtig laufe was das Miteinander der drei Dorfvereine betreffe, hier sollten die Schützen doch alles dran setzen wieder eine Harmonie zu erreichen. Ehrenschützenmeister Wolfgang Kumpfmüller regte an die „Napoleon-Uniformen“ die letztlich der „Eyecatcher“ bei öffentlichen Auftritten des Vereins sind, einer Restaurierung zu unterziehen. Das Schlusswort hatte schließlich Schützenmeister Karlheinz Beck, dabei richtete er Dank an seine Vorstandskollegen und allen Mitgliedern die den Napoleon-Schützen während des abgelaufenen Jahres ihre Unterstützung zukommen ließen.

     Eine Einnahmequelle für den Verein ist das Kellerfest, bei dem die Mitglieder die Bewirtschaftung übernehmen

Redaktion  und Bild: Robert Beck, 21.02.2020